2. Bundesliga: SV Elversberg – Karlsruher SC

17.04.2026
30. Spieltag 2. Bundesliga
SV Elversberg - Karlsruher SC
Waldstadion an der Kaiserlinde
Endergebnis: 3:0 (1:0)
Zuschauer: 9.307 (1.500 Gäste)
Ticket: Dauerkarte

Zum (hoffentlich) letzten Mal in dieser Saison stand an der Kaiserlinde ein Flutlichtspiel auf dem Programm. Freitagabend gegen den KSC – da düsten wir mit viel Vorfreude im Gepäck bereits zur Mittagspause ins Saarland, arbeiteten noch fix ein paar Mails ab und stapften bei bestem Wetter hinauf zum altbekannten Wohnzimmer. Gerade einmal fünf Tage trennten uns vom enttäuschenden Heimspieltag gegen Schalke, die Erwartungshaltung bewegte sich entsprechend in Richtung eines erfolgreichen Abends. Denn eines bekam die SVE in dieser Saison zumindest in der Liga noch nicht hin: Zwei Niederlagen in Folge.

Gespannt waren wir somit auf die Reaktion auf dem Rasen, während die Augen über die vollen Traversen der Kaiserlinde schweiften. Freitagabend, der Himmel färbte sich langsam in unterschiedliche Rottöne und beide Kurven präsentierten sich von ihren jeweils stärksten Seiten. Block C unterstrich einmal mehr das Flutlicht-Phänomen mit einem phantastischen Auftritt, der von Beginn an einen Großteil der Mitte mitzog. Geniale Klatsch- und Sprungeinlagen setzten zu Beginn ein hohes Level, das mit einer ungewöhnlichen Konstanz nie unterschritten wurde. Keine Hänger, dafür kollektives Freidrehen nach den Treffern und eine lautstarke Huldigung der eigenen Farben in einer Saison, die einmal mehr in die Elversberger Geschichtsbücher eingehen wird.

Aber auch der Gästeblock blieb in Erinnerung. Gelang dem Anhang des KSC in den letzten beiden Spielzeiten der (subjektiv gesehen) beste Saisonauftritt im Gästeblock an der Linde, war auch heute wieder unglaublich viel Feuer im Support der Blau-Weißen. Starkes Zaunfahnenbild, dazu viel Chaos durch unzähliges an Tifo-Material, das beständig den ausverkauften Block in die eigenen Farben hüllte. Nahezu durchgehend beteiligte sich der komplette Steher an den lautstarken Gesängen, die es so einige Male bis auf die Gegenseite schafften. Kollektives Durchdrehen dann im zweiten Durchgang, als sich der Support vollends vom Spielgeschehen löste und die vorhandene Ekstase und Bewegung kaum auf den Spielstand schließen ließ. Bockstarker Auftritt der Blau-Weißen!

Auf dem Feld überzeugten hingegen die schwarz-weißen Farben, wenn auch erst nach einigen Minuten des Abtastens. Doch spätestens der Beginn des zweiten Durchgangs unterstrich die Qualität und Bissigkeit der eigenen Mannschaft sowie den unglaublichen Willen, hier und heute die drei Punkte zu holen. Zwei Mal Pherai sowie Zimmerschied besorgten die Buden zum vollends verdienten Heimsieg, den Block C ausgiebig mit den eigenen Mannen feierte. Einen besonderen Dank holte sich anschließend Schnelly von der Kurve ab, denn das letzte Heimspiel bedeutete zugleich seinen 200. Einsatz für die SVE. Luca Schnellbacher Fußballgott!

Dann war es schließlich vorbei, das (hoffentlich) letzte Flutlichtspiel an der Linde in dieser Saison. Man hört es vielleicht heraus: Böcke auf eine erneute Relegation verspüre ich mitnichten. Aber mal schauen, was die letzten vier Partien für das eigene Fanherz noch so bereithalten…

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