10.05.2026
33. Spieltag 2. Bundesliga
Fortuna Düsseldorf - SV Elversberg
Düsseldorf Arena
Endergebnis: 3:1 (2:0)
Zuschauer: 42.165 (ca. 2.800 Gäste)
Ticket: 18,71€
Fußball und Tennis. Zwei Sportarten, die verschiedener nicht sein könnten, und doch zumindest eine Sache vereinen: Wenn eine Seite einen Matchball hat, kannst du die Nervosität förmlich riechen. Kaum zu glauben schienen die Ausrutscher von Paderborn und Hannover, die jeweils äußerst verdient ihre Partien nicht gewinnen konnten. Alles schien auf einen vorzeitigen Aufstieg der SVE in Düsseldorf zu sprechen, die positive Anspannung raubte wahrscheinlich viele Nächte im Saarland. Am Ende kam es aber, wie es kommen musste. Der Aufschlag von Elversberg misslang, und zwar gewaltig.
Förmlich ohne Gegenwehr dominierte die Fortuna das Spielgeschehen, ganz zur Freude der knapp 40.000 Rot-Weißen in der großen Arena. Gewaltig schien die anfängliche Papptafel-Choreo, die die Initialen „F95“ in gigantischen Lettern auf die Kurve projizierte und von Sponsor-Fähnchen auf den restlichen Rängen begleitet wurde. Lautstark zudem der Spielsupport, der den bisher Besten markierte, den ich von Düsseldorf in Düsseldorf in meinem fünften Spiel an dieser Stelle erleben sollte. Echt Wahnsinn, was hier abgehen kann, wenn auch der Oberrang in die Lieder, Hymnen und Gesänge mit einsteigt.
Begleitet wurde das kollektive Freidrehen zudem von einigen vereinzelten Fackeln sowie etwas rotem Rauch im Bereich des Supporters Club, während die deutlich leiseren Phasen im zweiten Durchgang einmal mehr die schlechte Akustik in der vollkommen überdimensionierten Bude unterstrichen. Wird der zahlenmäßig durchaus großen Fanszene der Fortuna einfach nicht gerecht, dass in den meisten Fällen so wenig auf der Gegenseite ankommt.

Im Gästeblock stimmten sich unterdessen knapp 3.000 Schwarz-Weiße früh auf eine potenzielle Aufstiegsfeier ein. Starke Momente hier vor allem zu Beginn, während mit voranschreitender Spieldauer lediglich die aktive Szene den Support aufrechterhielt. Der Rest schien wie in Schockstarre ob der spielerischen Nichtleistung der eigenen Mannen, die zudem wie mit Bowling-Schuhen ausgestattet über den Rasen schlidderten und beinahe in jedem Zweikampf nur als zweiter Sieger vom Platz gingen. Folgerichtig prangten drei Tore der Heimseite auf der Anzeigetafel, die erst in der Nachspielzeit um eine 1 bei den Gästen ergänzt wurde.
Hängende Köpfe und Unverständnis herrschten nach den 90 Minuten. Ein seltsames Gefühl, war doch trotzdem tabellarisch nichts verloren. Es liegt weiterhin alles in der eigenen Hand, dem grandiosen Torverhältnis sei Dank. Aber drei Teams punktgleich vom zweiten bis zum vierten Platz, alle Spiele parallel und keiner gegeneinander… Die Spannung halte ich jetzt schon kaum aus. Und dennoch: Ein Sieg gegen Preußen Münster, und der Tagtraum wäre tatsächlich Realität. Ein Tor, eine gute Aktion und die SV Elversberg spielt im nächsten Jahr in der Bundesliga. Noch einmal alles reinhauen, noch einmal bis ans Limit gehen! Auf geht’s SV Kämpfen und Siegen!

































