Mit dem dritten und letzten Spiel in Barcelona erfüllte man sich einen der ganz großen Träume, den man schon seit dem ersten Interesse für den Fussball in jungen Jahren verfolgte: Ein Spiel im Camp Nou sehen. Diesem magischen Kasten, in dem sich jahrelang die weltbesten Fußballer vor unglaublichen Rekordkulissen messen durften. Dieses Stadion, dass so gut wie jeder Mensch dieser Erde sofort erkennt und verorten kann. Aber auch diese in die Jahre gekommene Bude, die alsbald der spanischen Modernisierungswut zum Opfer fallen wird.
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Tercera División RFEF: CE L’Hospitalet – CE Manresa
Gestärkt und ausgeruht galt es sich einem weiteren der großen Programmpunkte in Barcelona zu widmen, ehe am Abend die beiden Hauptspiele des Trips anstanden. War auch wieder so eine Sache, denn eigentlich sollte der erste Kick des Tages um 12.00 Uhr terminiert sein. Dass dies der letzte Spieltag ist merkte der Verband zwei Tage vor unserem Abflug und legte alle Spiele kurzerhand auf 18.00 Uhr, was mit der Anstoßzeit des Hauptspiels um 21.00 Uhr natürlich richtig knapp wurde.
Segunda División RFEF: RCD Espanyol B – SD Ejea
Wie komme ich nun vom großen Traum Camp Nou zu dem Käse hier? Nun, alles startete zu Beginn des Jahres mit der Ankündigung, dass der FC Barcelona die Namensrechte an seinem großartigen Stadion verhökert. Schlimmer noch: der monumentale Bau soll in der Folge komplett umgebaut werden.
Super League: FC Basel – BSC Young Boys
Der Sonntagmorgen startete zunächst mit ausgewogenem Frühstück, also lecker Toast im Budget-Hotel. Hauptsache es macht satt und spart uns die zeitnahe Nahrungssuche in der Schweiz. Ausgecheckt und das leichte Gepäck wieder ins Auto bugsiert, ging es abermals per Tram von der Grenzhaltestelle hinüber nach Basel. Das Wetter spielte auch mal mit, sprich grauer Himmel statt pausenlosem Schneefall. Immerhin etwas.
Super League: FC Zürich – Grasshopper Club Zürich
Das weiße Fleckchen namens Schweiz war mir schon länger ein Dorn im Auge. Zu nah liegt dieses teure Stückchen Alpen, doch geklappt hat es mit einem Spielbesuch trotz vermehrter Anläufe bisher noch nie. Kaum aus England zurück, machten wir daher um ein Wochenende Nägel mit Köpfen und schnürten zwei Spiele in der Alpenrepublik. Zu verlockend aber auch, sich das Züricher Derby am Samstag sowie Basel gegen Bern am Sonntag reinzuziehen.
Premier League: Everton FC – Newcastle United
Die Nacht war erwartet kurz, als wir uns am frühen Donnerstagmorgen aus den Federn schälten. Und die Sonne strahlte wieder, als wäre am Vortag nix gewesen. Immerhin! Fix gefrühstückt, ein paar Sachen gepackt und los ging’s mit dem Auto auf die gut zweistündige Fahrt nach Liverpool.
Championship: Coventry City FC – Hull City
Stark im Rücken steht dabei auch der Anhang, laut einigen Stimmen zum mitunter Besten zählt, was die Championship zu bieten hat. Liegt es an der schieren Masse an Leuten? Eher nicht, wenngleich die Ecke des aktiven Haufens gut gefüllt war. Liegt’s an der Kreativität? Zugegeben, hier hörte man ungewöhnlicherweise auch einige aus Festlandeuropa bekannte Melodien, doch die typisch britischen Lieder wie „Just can’t get enough“ oder „Everywhere we go“ dominierten den Abend. Nein, aber es lag oder liegt an einem kleinen Detail: Koordination.
Championship: Birmingham City FC – Middlesbrough FC
Bei Ankunft Montag und Rückreise am Samstagmittag blieben sowieso nur die Abende zur freien Verfügung, doch der englische Ansetzungsgott hatte sein Erbarmen mit uns. Die zweitklassige Championship hatte englische Woche (Wortwitz, hehe), woraus, wie sollte es auch anders sein, ein Besuch Birmingham Citys heraussprang. Mit 20 Pfund pro Nase auch nicht wirklich unbezahlbar.
National 2: SC Schiltigheim – FCSR Haguenau
Fix war mal mal wieder eine Alternative geboren: Es sollte Strasbourg werden. Der Viertligist aus dem nördlichen Stadtteil Schiltigheim trat im Derby gegen Haguenau an, Zuschauer durften rein und generell kann man mit der Stadt wenig falsch machen, also ab dafür!
Eerste Klasse A: KRC Genk – Club Brugge
Dafür, dass der Vortag alles andere als entspannt ablief, war am Sonntag dann auch nicht wirtlich ausschlafen angesagt. Aber passt schon, ist ja schließlich kein Strandurlaub hier. Noch nicht so recht den Sand aus den Augen gerieben war man auch schon auf den Beinen und suchte sich in der Nähe des Hotels inmitten von Charleroi sein Frühstück zusammen. Auf die 15 Kröten pro Nase, die in der Herberge aufgerufen wurden, wollten wir getrost verzichten. Das geht sicher billiger. Oder auch nicht.
Eerste Klasse A: Sporting Charleroi – RSC Anderlecht
Nachdem sich von den Kumpanen in Gelsenkirchen verabschiedet wurde, ging’s zügig durch den Abfahrtsstau gen Autobahn, denn so einen richtigen Zeitpuffer hatte man irgendwie nicht eingeplant. Über freie Autobahnen per Kickdown nach Duisburg, dann im Schneckentempo an Maastricht vorbei und Lüttich hinter uns gelassen, erreichten wir nach etwas unter drei Stunden staufreier Fahrt schließlich Charleroi, wo der Hotelparkplatz in einer zentral gelegenen Tiefgarage angesteuert wurde.
Prva Crnogorska Liga: FK Budućnost Podgorica – FK Iskra Danilovgrad
Nachdem in den Tagen zuvor bereits die unglaublichen Landschaften erkundet wurden, sollte am Samstag endlich der Länderpunkt Montenegro fallen. Am Ende leider unser erstes als auch letztes Spiel der Tour, hatte der Verband mit seinen Verlegungen weniger als 24 Stunden vor Anpfiff doch einiges gegen die geplante Zahl von zwei oder drei Partien. Aber was soll’s, bei so vielen Eindrücken, die man sich auch am kommenden Tag nicht entgehen lassen wollte, muss auch König Fussball ab und an hinten anstehen.












