2. Bundesliga: SpVgg Fürth – SV Elversberg

13.03.2026
26. Spieltag 2. Bundesliga
SpVgg Fürth - SV Elversberg
Sportpark Ronhof
Endergebnis: 2:0 (1:0)
Zuschauer: 11.076 (375 Gäste)
Ticket: 18,71€

Teil zwei der Spiele gegen die Kellerkinder. Freitag, der 13., auswärts in Franken. Gibt schlimmere Distanzen, gerade auf einen Freitagnachmittag, weshalb sich die Geschichte mit dem Abbummeln einiger Überstunden problemlos einrichten ließ. Entsprechend gedanklich noch halb im Arbeitsalltag verhaftet über die recht freie A3 gen Osten gedüst und pünktlich den IKEA-Parkplatz unweit des Ronhofs erreicht, freuten wir uns wie Bolle auf die in guter Erinnerung gebliebene Stadionverpflegung beim Kleeblatt. Fix durch die Kontrollen und rein in den Gastbereich, suchten wir die in der Vorsaison hochgelobte Schaschlik-Variante einer Currywurst allerdings vergebens. Gut, dann eben eine normale Curry sowie eines der angepriesenen Schnitzelbrötchen bestellt, zwölf Euro dafür gelöhnt und gleich mit dem ersten, eifrigen Bissen die größte Enttäuschung seit vielen Jahren erlebt.

Das Schnitzelbrötchen kam nicht nur ohne jegliche Zugabe aus und schmeckte eigentlich nur nach Öl, während die Currywurst an Frechheit nicht zu überbieten war. Noch nie wurde uns eine so widerwärtige Pampe vorgesetzt. Die Industriewurst wurde dabei noch nicht mal gebraten, sondern augenscheinlich in der zur Hälfte aus Zucker bestehenden Soße lauwarm gekocht. Ganz große Scheiße und mit weitem Abstand das schlechteste, was mir jemals in einem Stadion vorgesetzt wurde. Da half nur ein halber Liter des schmackhaften Bieres, um auch nur irgendwie den Geschmacksorganen wohlwollend entgegenzukommen.

Etwas besser wurde die Laune erst mit Blick auf die Traversen, die sich für einen Freitagabend ordentlich füllten. Insbesondere die Saarländer im Gästeblock zeigten sich durchaus reisefreudig und setzten beim dritten Auftritt an gleicher Stelle trotz des Freitags einen neuen Auswärtsfahrerrekord. Die gut 375 Schwarz-Weißen bezogen dabei die obere Hälfte der Traversen, flaggten etliche Fetzen an Zäune und Wellenbrecher und lieferten einen insgesamt überzeugenden Auftritt. Eine passende Anzahl großer Schwenker untermalte dabei den stellenweise recht guten Support, der an diesem Abend von etwas schnelleren Liedwechseln geprägt war. Dadurch kam auch tatsächlich ein Großteil des mittlerweile beachtlich angewachsenen Liedguts der Elversberger Szene in den Genuss einiger Runden, bei denen sich recht durchgängig mindestens die Hälfte der Anwesenden beteiligte. Ganz große Sprünge nach oben vermisste man zwar, so richtige Hänger fanden aber auch keinen Einzug. Für die Verhältnisse ein passender Auftritt.

Die Fürther stimmten sich dagegen im Abstiegskampf schon während der Aufwärmphase gemeinsam mit der Mannschaft ein, wenngleich der übereifrige Stadionsprecher immer wieder in den unmöglichsten Momenten dazwischen grätschte. Warum nicht mal eine simple Geschichte wie eine bei jedem Spiel durchgeführte Schalparade zehn Minuten vorher ankündigen und damit die Tribünengänger vollends verwirren? Sonst lieferte die Fürther Kurve allerdings den bisher besten Auftritt gegen die SVE ab. Top Beteiligung in der Mitte, viel Bewegung, sehr viele Fahnen und Lieder, die einige Male Silbe für Silbe auf der Gegenseite zu vernehmen waren. Kein Vergleich zu den letzten beiden Gastspielen am Ronhof. Erwähnenswert sind noch die Spruchbänder gegen das vereinbarte Testspiel gegen das Konstrukt aus Salzburg sowie für die von Stadionverboten geplagten Freunde aus Cerignola.

Auf dem Rasen war hingegen mal wieder, muss man im Jahr 2026 sagen, von Fußball wenig zu sehen. Fürth schien anfangs gehemmt und limitiert, die SVE dagegen lustlos und unmotiviert. Folgerichtig schnappte sich das Kleeblatt noch vor der Pause die Führung, wogegen Schwarz-Weiß auch im zweiten Durchgang wenig entgegenzusetzen hatte. Es sollte einfach nicht klappen, zumal selbst die Großchance in Form eines Elfmeters locker über die Latte gesetzt wurde. Einer dieser berühmten Tage, an dem du auch fünf Stunden aufs leere Tor spielen könntest, ohne auch nur einmal zu netzen.

Fürth machte in der Nachspielzeit dann auch noch den Sack zu und schnappte sich die Big Points im Abstiegskampf, während die SVE einmal mehr lernen muss, dass ohne Torabschlüsse auch keine Treffer fallen können. Frustrierender Abend, aber auch so eine Partie gehört in so ziemlich jede Saison. Die Jungs auf dem Rasen wurden entsprechend dennoch lautstark verabschiedet, ehe es durch die Nacht zurück nach Frankfurt ging.

Leave a Reply

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.