J League Cup: Avispa Fukuoka – Sanfrecce Hiroshima

04.06.2025
Achtelfinale J League Cup
Avispa Fukuoka - Sanfrecce Hiroshima
Hakata no mori Football Stadium
Endergebnis: 1:0 (0:0)
Zuschauer: 3.670 (500 Gäste)
Ticket: 4.610¥ (~29€)

Aufgrund des kalten Windes auf den Bergen Kitakyushus eigentlich mit einer Verschlimmerung der Erkältung gerechnet, ging es mir am Sonntagmorgen nach einer großen Mütze Schlaf überraschend gut. Eigentlich sogar sehr gut, von der weiterhin leicht laufenden Nase mal abgesehen. Die Energie kehrte zurück in sämtliche Glieder und der Bewegungsdrang nahm überhand. Eine gute Sache, sollte es am Vormittag zunächst für mich alleine auf Erkundungstour gehen. Die bessere Hälfte wurde noch fix per Pedes nach Tenjin begleitet, ehe ein Tagesticket für die U-Bahn für knappe 4€ gezogen wurde. Damit ging es nun zum Flughafen. Allerdings nicht zum Weiterreisen, sondern zur Erkundung des Higashi Hirao Park, der größten Sportanlage der Stadt. Nach längerem Fußweg entlang des Flughafens bog ich irgendwann links ab und hatte recht schnell die Spielstätte für den ausgewählten Kick am Mittwoch vor Augen: Das Hakata no mori Football Stadium. Zwischen grünen Bergen gelegen, machten die Tribünen schonmal echt was her und ließen Vorfreude auf die anstehende Partie aufkommen, doch gerade deshalb ließ ich die Traversen fix hinter mir.

Denn das eigentliche Ziel verbarg sich hinter einem der Hügel, der bei dafür deutlich zu warmen Temperaturen erstmal erklommen werden musste. Eine schweißtreibende Angelegenheit, die sich an diesem Sonntag noch einige weitere Einheimische antaten. Der im Vorfeld ausgemachte Aussichtsturm auf dem Gipfel war dann leider absoluter Käse, da sämtliche der, das Gebilde umringenden, Bäume einige Meter höher wuchsen als der Turm selbst. Immerhin auf die Startbahn des Flughafens ergab sich ein kleiner Blick. Daher stapfte ich auf der anderen Seite den Hügel wieder hinunter, ehe das erste Tagesziel durch die Vegetation lugte: Das Hakata no Mori Athletic Stadium. Ein 30.000er Bau vor einem absolut malerischen Panorama tat sich hier vor meinen Augen auf, dessen gut gepflegte Traversen seit 1990 dem geneigten Fan verschiedener Sportarten dienen. Fußball gehörte leider nur ganz sporadisch dazu, wurde die benachbarte Bude doch lediglich 5 Jahre später errichtet.

Ein paar Aufnahmen der Ränge wanderten somit ein wenig wehmütig und aus einiger Distanz auf die Speicherkarte, ehe die Ohren auf einmal eine Art Stadionsprecher vernahmen. Da wird doch nicht… tatsächlich, die Tore stehen offen! Dank eines Weitsprungwettbewerbs einer Schule konnte auch das Innere der Bude unter Augenschein genommen werden. Allerdings nur kurz, wirkte ich unter den vielleicht 40 Familienangehörigen im Publikum doch recht deplatziert. Draußen noch fix die kostenlose Wasserstätte mitgenommen (was hier an Infrastruktur jederzeit geöffnet und vor allem sauber und top gepflegt ist, kann man sich im von jugendlicher Destruktivität geprägten Europa überhaupt nicht vorstellen), ging es anschließend zurück zur U-Bahn und weiter in Richtung Fujisaki im Westen der Stadt.

Ziel war nun der „Fukuoka Tower“, das meist beworbene Wahrzeichen der Stadt. Schien mir vor Ort allerdings recht klein, unscheinbar und langweilig. Deutlich besser gefiel es mir am Momochihama, dem Stadtstrand, der ein paar Gebäude im amerikanischen Stil spendiert bekam. Buntes Treiben hier zum Wochenende, wenngleich sich so gut wie keiner am Baden oder Sonnen interessiert zeigte. Für eine Runde zu Fuß taugt die Gegend aber allemal. Vorbei am Fukuoka Dome, dem Baseball-Stadion der Stadt, ging es schließlich wieder zurück nach Tenjin, wo wir uns fortan wieder zu Zweit die Füße vertraten.

An den Kanälen der Stadt und vor allem entlang des Naka schlenderten wir am Abend entlang der zahlreichen mobilen Imbiss-Buden (Yatai), die mal sehr, mal weniger touristisch ausfielen, das Stadtbild aber seit jeher prägen. Hier gab es alle Arten an Snacks, von den Fischkuchen Oden über gebratene Spieße bis hin zu Udon und Ramen. Eine schöne Tradition, die nur noch in Fukuoka erlaubt ist und gepflegt wird. Mit 25 Kilometern auf dem Schrittzähler endete schließlich der Tag bei gegrilltem Fisch nahe der Unterkunft.

Montags nutzen wir endlich unsere JR-Pässe für einen etwas weiteren Trip, denn Ziel des Tages sollte Yufuin sein, eine für ihre Onsen bekannte Kleinstadt in der Präfektur Oita. Mittels kleinem Dieselzug ging es ab Hakata auf direktem Wege und durch tolle Landschaften bis zum dortigen Bahnhof, ehe wir die sehr touristischen Straßenzüge ein wenig erkundeten. Aufgrund der tief hängenden Wolken konnten wir die Spitze des berühmten Bergs nur ganz selten erspähen und überhaupt meinte es das Wetter heute nicht wirklich gut mit uns. Wind, Nass, kalt. Nicht gerade einladend. Dafür speisten wir absolut phantastisch im Yufumabushi Shin eine ordentliche Portion Wagyu aus Oita, die hier in einem kleinen Topf samt ordentlich gebratenem Reis serviert wird, der anschließend mit bereitgestelltem Tee übergossen wird. Hört sich erstmal seltsam an, war aber eines der absoluten Highlights der gesamten Tour!

Den See Kinrin umrundeten wir im Nieselregen ebenfalls, ehe die Straßen zum Bahnhof nochmal langsam durchschritten wurden. Hier und da wanderten ein paar Mitbringsel in die Taschen, so richtig überzeugt waren wir von Yufuin allerdings nicht. Aus Fukuoka deutlich zu viel Aufwand für einen Tag, beim vorherrschenden Regenwetter wären die Alternativen aber sowieso rar gesät. Aber allein fürs Mittagessen war es die Mühe dann doch wert! Auf dem Rückweg konnten wir aus dem Fenster des Zuges noch die Heimspielstätte von Sagan Tosu erspähen, ehe wir, zurück in Fukuoka, den Abend in einer schicken Kneipe namens Umineko beendeten. Besuchten wir schon im Vorjahr in Osaka, stellte sich also als Kette heraus. Allerdings eine der sehr zu empfehlenden Sorte!

Viel besser war das, was da vom Himmel kam, auch am Dienstag nicht, sodass es nach erholsamem Ausschlafen lediglich zum nächsten Shopping-Center ging. Musste immerhin auch sein, sodass die geplanten Einkäufe in Muji, Uniqlo, Don Quijote und Daiso am Stück abgehakt werden konnten. Abends stapften wir noch eine Runde durch den malerischen Ohori Park und erfreuten uns am aufklarenden Himmel, ehe der Abend im „Beerholic“, einem Etablissement der Brauerei Far Yeast, begossen wurde. Für uns mit großem Abstand das Beste, was in Sachen Craft Bier in Japan zu haben ist!

Am Mittwoch verbrachten wir die Zeit bis zum abendlichen Kick erneut in Fukuoka. Nach einem morgendlichen Besuch des Sumiyoshi-Schreins ging es anschließend ins Viertel Gion, dessen zahlreiche buddhistische Tempel und schintoistische Schreine selbstredend als Anlaufstelle von Scharen an Touristen verkommen. Was da alleine für eine Vielzahl an Amis unterwegs war… kaum zu glauben, zumal weder die Innenstadt noch Tenjin auch nur ansatzweise dermaßen überflutet und somit als sehr angenehme Gegenden von uns wahrgenommen wurden. Aber Gion? Die Einkaufsstraße wird hier anscheinend von der lokalen Bevölkerung sogar gemieden. Ich meine, nix gegen Tourismus allgemein, da fallen wir ja auch drunter. Aber in solchen Massen hab ich keinen Bock drauf. Kann man sich also sparen, die Gegend. Da gefielen alle anderen Ecken Fukuokas um Welten besser. Daher ging es für uns zwecks Mittagessen nochmal nach Tenjin, bevor wir mit einer Extraportion Karaage zurück zur Unterkunft wanderten.

Dort die Taschen gegen die Kamera getauscht, fanden wir uns wenig später in der U-Bahn gen Flughafen wieder. Schöne Mischung: Die einen mit Gepäck in der Hand, die anderen mit Handtuch-Schal und Trikot ausgestattet. Am Ausgang trennten sich schließlich die Wege der Reisegruppen, wobei wir uns der Fraktion rund um die dunkelblauen Anhänger der Hausherren anschlossen. Die Gäste wurden anscheinend geshuttelt, während wir uns der langen Straße entlang des Flughafens erfreuen durften. Im Vergleich zu meinem Besuch am Sonntag war allerdings heute nicht tote Hose, sondern gut was los. Freute mich, zumal Partien unter der Woche in Japan alles andere als waschechte Highlights darstellen.

Da spielt es auch keine Rolle ob Liga- oder Pokalspiel: In den allermeisten Fällen kommen vielleicht 20-30% derer, die für gewöhnlich an einem Wochenende die Traversen bevölkern würden. Unter der Woche hat der Japaner eben viel zu tun, sei es in der Schule oder auf der Arbeit. Da bleibt kaum Zeit für Fussball, auch nicht um 19 Uhr. Da es für Avispa Fukuoka allerdings im Achtelfinalhinspiels des Ligapokals gegen das gar nicht mal so weit entfernte und fantechnisch hochinteressante Sanfrecce Hiroshima ging, wollten wir uns die Partie dennoch geben, zumal ehrlicherweise in Fukuoka auch am Wochenende nicht allzu viel geht. Letzter Platz in Sachen Zuschauerschnitt der ersten Liga und das einzige Team unter fünfstellig. Und nicht erst seit dieser Saison. Vielleicht liegts am weiten Fußmarsch, der uns Stück für Stück den Hügel hinauf bis zum Hakata no mori Football Stadium führte und leider alternativlos ist. Keine Bahn, keine Busse. Nur per Pedes, und zwar fast zwei Kilometer. Vielleicht liegts aber auch an den Preisen, denn mehr als die fast 30€ pro Nase (heute für die Gegengerade) bezahlten wir bisher nur in Kawasaki.

Nicht liegen kann es jedoch am Verpflegungsangebot rund um die in Teilen bewachsene Bude, das auch am heutigen Abend augenscheinlich komplett aufgefahren wurde. Zahlreiche Stände buhlten mit einer Vielzahl lokaler Leckereien um Kundschaft, wobei wir bei Takoyaki, gegrilltem Schweinebauch am Spieß und einer Portion Erdbeer-Mochi schwach wurden. Preise wie in der Heimat, allerdings fernab von Massenware. Für mich geht in Sachen Stadionfutter in den bisher besuchten Ecken der Welt einfach nichts über die Qualität und Auswahl in Japan!

Gesättigt schauten wir dem Treiben im angenehmen Schatten des Umlaufs ein wenig zu, wobei erneut die starke Durchmischung der Fanlager auffiel. Rivalität existiert hier nur auf dem Rasen, zumal Restriktionen und Sanktionen bei etwaigem Fehlverhalten (und darunter fällt hier so einiges) exorbitant ausfallen. Daher eine sehr friedliche Angelegenheit hier, was aber auch mal nicht schlecht ist. Mal keinen Schulterblick alle fünf Meter, da man gerade an irgendeiner Kurve oder Gruppe vorbei muss, um unbeschadet seine Plätze zu erreichen.

Unsere Sitze fanden wir wenig später am oberen Ende der großen Gegengeraden, die uns einen phänomenalen Blick auf die gesamte Bude sowie die startenden Flieger des dahinterliegenden Flughafens ermöglichte. Und auf einen Abendhimmel, der sich Minute um Minute in sämtliche Farbtöne färbte. Echt ein klasse Panorama! Top aber auch der Ground, der uns in Teilen ein wenig ans Hong Kong Stadium erinnerte. Zwei große, halbrunde Seitentribünen stellen die größte Kapazität des Stadions, während die Hintertortribünen deutlich kleiner gerieten und ohne Dach auskommen müssen. Dafür blickten wir dort auf die bewaldeten Hügel, die die 21,562 Plätze nahezu komplett umschließen. Seit 1995 kann die ikonische Bauform im Anflug auf den Flughafen Fukuokas bewundert werden. Seitdem löste es, wie bereits erwähnt, das dahinterliegende Leichtathletikstadion in Sachen Fussball und Rugby ab, wobei sich die Anzahl dort ausgetragener Partien mit runder Kugel beinahe namentlich aufzählen lässt.

Der Grund liegt vor allem bei Avispa (spanisch für Wespe) selbst. 1982 von Mitarbeitern einer Sicherheitsfirma als Chūō Bōhan Soccer Club gegründet, kickte man eigentlich in der Stadt Fujieda in der Präfektur Shizuoka. Da dort, während der Professionalisierung des japanischen Fußballs, durch die beiden gestanden Clubs Júbilo Iwata und Shimizu S-Pulse große Konkurrenz herrschte, entschied man sich 1994 für den Umzug auf die Insel Kyushu. Zudem lockte die Stadt Fukuoka den Verein finanziell, um seine neu errichteten Stadien mit hochklassigem Fußball zu füllen.

1995 folgte auf die Umbenennung zum heutigen Namen auch gleich der erstmalige Aufstieg ins Oberhaus, in dem sich die Wespen einige Jahre hielten, ehe es Ende 2001 ins Unterhaus ging. Es folgten einjährige Ausflüge in die J1 in 2006, 2011 und 2016, ehe Fukuoka seit 2021 fest zum Stamm des Oberhauses gehörte. 2023 erreichte man mit dem Gewinn des Ligapokals den bisher größten Erfolg der Vereinsgeschichte, stagnierte in Sachen Zuschauerzuspruch aber weiterhin unter der 10.000er-Marke. Heute waren es noch nicht einmal 4.000, allerdings habe ich die Gründe dafür ja bereits erläutert. Immerhin die Kurven schienen recht gut gefüllt, was ja generell deutlich mehr zählt als die beinahe verwaiste Haupttribüne.

Mit Avispa Fukuoka hatten wir bisher noch keinerlei Berührungspunkte, weder in Persona noch auf irgendwelchen Videos. Entsprechend gespannt beäugten wir die Aufbauarbeiten rund um „Ultra Obri“, der augenscheinlich führenden Gruppe, in ihrer Nordkurve hinterm Tor. Neben dem vollen Zaun kleisterten diese auch allerhand weitere Zaunfahnen an ungenutzte Fahnenmasten sowie auf die Sitze, auch um den aktiven Bereich deutlich zu verkleinern. Daran halten wollten sich allerdings nicht alle, weshalb dann doch so einige Nasen ausgerechnet zwischen zwei gespannten Fahnen oder dahinter Platz nahmen. Sonst war es aber ein recht dichtes Bild in Dunkelblau und Weiß, das zu Beginn von einer Schalparade, einigen Doppelhaltern und wenigen, großen Schwenkern (allerdings außerhalb des Mobs) ergänzt wurde. Dazu untermalten einige gespannte Bänder den südamerikanischen Einfluss des Haufens, der im Verlauf der Partie Stück für Stück anwuchs. Kamen wohl doch noch einige nach der Arbeit oder Schule.

Der erste Eindruck stimmte schonmal und spätestens als die erste Melodie für gute 15 Minuten gehalten wurde, wähnten wir uns im Anblick einer starken Kurve, die trotz der heute recht geringen Anzahl eine gute Lautstärke hinlegte. Allerdings schien nach besagter Anfangsviertelstunde entweder die Luft oder die Lust raus. Angestimmt wurde fast nur noch bei eigenem Ballbesitz, zudem schien das Portfolio auf höchstens 4-5 Gesänge und eine handvoll Schlachtrufe begrenzt. Ja, einige gute Momente waren dabei und auch die Gegengerade klatschte durchgehend fleißig mit. Meine Lieblings-Kurve wird das allerdings nicht werden, zumal mich jetzt auch keines der Lieder so richtig mitgenommen hat. Für ein richtiges Urteil fehlt aber eine Partie am Wochenende. Vielleicht mal auswärts, oder bei einem Derby gegen Saga. Mal schauen, wann und ob wir mit Avispa nochmal die Wege kreuzen.

Dass aber auch unter der Woche gut was gehen kann, bewiesen die Gäste aus Hiroshima in vollem Umfang. Hinter dichter Beflaggung des zu niedrig geratenen Zauns beteiligte sich ein Großteil der mitgereisten Gäste rund um die „Bad Boys“ inklusive der Sektion aus Tokyo am Support. Starkes Fahnenbild in der Mitte, dichte Klatscheinlagen, top Mitmachquote und eine gute Lautstärke prägten den eher an deutschen Kurven orientierten Auftritt. Da durfte die entsprechende Landesflagge natürlich auch nicht fehlen, die ebenso dem derzeitigen Trainer Michael Skibbe gewidmet wurde. Vielfältig war zudem das Liedgut, mit dem in Sachen Lautstärke sehr gut mit der Heimkurve mitgehalten werden konnte. Ein paar Pausen fanden zwar auch hier Einzug, dennoch bestätigte die Kurve den guten Eindruck aus Kawasaki im Vorjahr. Sanfrecce muss ich unbedingt mal bei einem Heimspiel sehen, wenngleich die Ticketsituation bei den Lila-Weißen aktuell höchst angespannt ist.

Auf dem Rasen behielt heute Fukuoka in einem schwachen Spiel die Oberhand und netzte zu Beginn des zweiten Durchgangs zum Tor des Tages. Hiroshima drehte erst gegen Ende auf und sorgte somit für eine spannende Schlussphase, doch das 1:0 sollte bis zum Schlusspfiff bestehen bleiben. Großer Jubel somit in der Heimkurve, während einige der Gäste sofort die Beine in die Hand nahmen und gen Ausgang stürmten. Fuhr wohl nur noch ein Zug am Abend nach Hiroshima, den es für viele zu erwischen galt.

Wir gaben uns die Feier noch ein wenig, ehe langsam Stille in das so schon recht leere Stadion einzog. Jeder räumte noch fix seinen Müll weg, allerdings ohne auch nur ein Wort mit seinem Nebenmann zu wechseln. Wir nutzten die nun freien Wege für einen schnellen Gang durch die Nordkurve, der uns neue Sichtwinkel auf die schicke Spielstätte ermöglichte, ehe es inmitten der hoffnungsvollen Heimfans zurück gen U-Bahn am Flughafen ging. Der Erfolg aus 2023 sollte sich am Ende aber nicht wiederholen, denn beim Rückspiel am Sonntag setzte sich der Favorit aus Hiroshima mit 2:0 durch. Zurück in der Stadt statteten wir einem Kura noch einen schnellen Besuch ab, ehe der Abend recht spät in der Bleibe endete.

Der folgende Tag war bereits unser Letzter in Fukuoka. Auf dem Programm stand daher nochmal eines der größeren Highlights: Der Tempel in Dazaifu im Süden der mit 1,6 Millionen Einwohnern sechstgrößten Stadt des Landes. Erneut im Grünen gelegen, liefen wir eine ganze Weile über die bewaldeten Hügel und entlang der angelegten Seen der Schreine und schlemmten in der Straße zwischen Tempel und Bahnhof. Zwar war gut was los, allerdings nicht so überfüllt wie befürchtet. Nachmittags ging es dann nochmal in unser Lieblingsviertel Tenjin, wo für den Abend ein Etablissement der Kette Torikizoku (eine der besten Anlaufstellen für Yakitori, also gegrillte Hähnchen-Spieße) beehrt wurde. Gut gefuttert und ebenso gut gebechert ging es auf den finalen Rückweg zur Bleibe, wo abschließend das leidige Thema Kofferpacken für die Weiterreise am nächsten Morgen anstand.